Ein Filmabend erinnerte an Dr. Achim Poweleit

Filmpräsentation: Bis auf den letzten Platz besetzt.

Er erzählte von verschwundenen Badeanstalten, von seiner kommunistischen Großmutter, die den Kaffee aus dem Westen schätzte, von den Spielplätzen seiner Jugend und vom Tanztee im Seniorenheim. In einem Interview, das Petra Wilfert und Jochen Klug in den Monaten vor seinem Tod mit ihm führten, wurde noch einmal die Persönlichkeit von Achim Poweleit lebendig. Er war Ideengeber, Initiator und Brückenbauer für viele Projekte im Bötzowviertel – Initiativen, die diesen Kiez bis heute lebenswert machen. Ein Filmabend im Nachbarschaftszentrum Kiez&Kurt würdigte nun sein Wirken.

Klaus Lemmnitz erinnerte an die Verdienste von Achim Poweleit

Der Veranstaltungsraum in der Esmarch-Bibliothek war bis auf den letzten Platz besetzt. Freunde, Wegbegleiter und seine Familie waren gekommen, um sich an Achim zu erinnern und seine Verdienste zu würdigen. Für die AG Kiezgeschichte, deren Mitglied auch Achim war, führte Klaus Lemmnitz in die Arbeit der Gruppe ein.

Petra Wilfert, ebenfalls aktives Mitglied, stellte die Vielfalt der Themen vor, mit denen sich die Initiative im Rahmen des Vereins ProKiez beschäftigt. Sie hob hervor, dass mit dem Film ein neuer Weg eingeschlagen werde, um Geschichte und Persönlichkeiten des Viertels den Bewohnerinnen und Bewohnern zwischen Greifswalder Straße und „Am Friedrichshain“ näherzubringen.

Jochen Klug, früher Fernsehjournalist, erzählte wie er die Idee einbrachte, die Arbeit des Vereins auch visuell erlebbar zu machen. Auf den Vereinssitzungen sei dabei immer wieder von Achim die Rede gewesen – und von der Dringlichkeit, da seine Krankheit nur wenig Zeit ließ. Die wenigen von Wilfert und Klug geführten Interviews seien fragmentarisch geblieben, weil Achims Kräfte bereits stark schwanden. Doch mit dem Film sei es dennoch gelungen, ihm ein kleines Denkmal zu setzen.

Seine Handschrift ist bis heute sichtbar: etwa beim Erhalt des Filmtheaters am Friedrichshain oder beim neuen Lenné-Meyer-Garten am Rand des Volksparks.