Unser Bötzowviertel ist reich an Geschichte – und vieles davon lässt sich noch heute entdecken. Da ist die Bierbrauerfamilie Bötzow, die dem Viertel seinen Namen gab. Da ist der Erfinder und Chemiker Julius Fromm, dessen Kondome wesentlich dazu beitrugen, Geschlechtskrankheiten einzudämmen. Und da sind die zahlreichen jüdischen Bewohnerinnen und Bewohner, an die heute Stolpersteine erinnern und deren Schicksale von der Verfolgung und den Verbrechen der NS-Diktatur zeugen.
Wer sich für die Vergangenheit und Gegenwart unseres Kiezes interessiert, findet in der AG KiezGeschichte viele spannende Themen und Projekte. Beim nächsten Treffen stellen wir vor, woran die Arbeitsgruppe derzeit arbeitet und welche Vorhaben als Nächstes anstehen.
Donnerstag, 10. September, 19 Uhr
Nachbarschaftshaus Kiez & Kurt
Esmarchstraße 18
Veranstaltungsraum (Hochparterre)
Ein Schwerpunkt sind Erinnerungen aus erster Hand: Interviews mit älteren Anwohnerinnen und Anwohnern sollen persönliche Geschichten bewahren und damit ein Stück Kiezgeschichte dokumentieren. In Arbeit ist außerdem ein digitales Verzeichnis der rund 800 jüdischen Menschen aus dem Bötzowviertel, die während der Shoah verfolgt und ermordet wurden. Das sind nur zwei der Projekte, die beim kommenden Treffen auf der Tagesordnung stehen.
Außerdem geht es um einen Rückblick auf die Arbeit der vergangenen beiden Monate – insbesondere in den einzelnen Projektgruppen – sowie um den Arbeits- und Terminplan für 2026.
Alle Interessierten sind herzlich willkommen – ganz gleich, ob Sie sich informieren, eigene Erinnerungen und Ideen einbringen oder aktiv mitmachen möchten.