Kleinere Öffentliche Bibliotheken und ihr Umfeld

Karsten Schuldt (November 2007)

Die deutschsprachige Bibliothekswissenschaft beschäftigt sich wenig mit Öffentlichen Bibliotheken. Deshalb liegen zu diesen Einrichtungen und ihren Wirkungen für Deutschland nur wenige Forschungen vor. Es finden sich in bibliothekspolitischen Texten einige allgemeine Vorstellungen, wie Öffentliche Bibliotheken wirken sollten. Allerdings sind diese Aussagen selten wissenschaftlich abgesichert. Die Bibliothekswissenschaft außerhalb des deutschsprachigen Raumes hat hingegen oft Öffentliche Bibliotheken zum Thema. Wenn auch einige Vorsicht bei der Übertragung der Ergebnisse dieser Forschungen auf deutsche Verhältnisse gegeben ist, lassen sich aus ihnen dennoch grundsätzlich Schlüsse über die Funktionsweisen Öffentlicher Bibliotheken ziehen.
Der folgende Text ist der Frage gewidmet, welche Rolle gerade kleinere Öffentliche Bibliotheken im urbanen Raum für ihr jeweiliges Umfeld spielen.

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Brief an das Abgeordnetenhaus

Bürgerinitiative PRO KIEZ

An die Fraktionsvorsitzenden der im Berliner Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien

Herrn Michael Müller SPD
Herrn Dr. Friedbert Pflüger CDU
Frau Carola Bluhm Die Linke
Herrn Volker Ratzmann Bündnis 90 / Die Grünen
Herrn Dr. Martin Lindner F.D.P.

Berlin, den 6. Dezember 2007

Sehr geehrte Damen und Herren Fraktionsvorsitzende,

wir sind hierher gekommen, ins Abgeordnetenhaus, weil Sie heute den Berliner
Haushalt für die nächsten zwei Jahre beraten. Wir gehören zur Bürgerinitiative
„Pro Kiez“ aus Pankow, Ortsteil Prenzlauer Berg. Wir kämpfen aktuell für den
Erhalt mehrerer Bibliotheken in Pankow, die noch zum Ende dieses Jahres
geschlossen werden sollen: Die Kurt-Tucholsky-Bibliothek für Erwachsene mit der
Kinderbibliothek Nobi in der Esmarchstraße und die Kinder- und Musikbibliothek
im Eliashof in der Senefelderstraße. Die Bürger von Pankow wollen aber ihre
Bibliotheken behalten und zwar alle drei. Wir halten seit 30. November die Kurt-
Tucholsky-Bibliothek besetzt und haben als Bekräftigung dieses Willens über
4000 Unterschriften von Anwohnern mitgebracht, die sich alle für den Erhalt
einsetzen.

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