Es geht um die Zukunft der Werneuchener Wiese

Pro Kiez Bötzowviertel + die Ini „Kunst und Gemüse“ informieren:

Langjährige Anwohner/innen kennen die Werneuchener Wiese (zwischen Margarete-Sommer-Straße / Volkspark Friedrichshain und Kniprodestraße sowie zwischen Virchow- und Danziger Straße) noch als „Drachenwiese“. Vom Bezirksamt Pankow (bzw. früher Prenzlauer Berg) in einem Bebauungsplanverfahren als Grünfläche mit Spielplatz ausgewiesen, wurde bis zu deren Realisierung eine zeitweilige Beachvolleyball-Nutzung zugelassen. Im Westen der Wiese (an der Virchowstraße) entstand Ende der 1990er Jahre ein Ehrenplatz für die Gartenarchitekten Peter Joseph Linné und Gustav Mayer. Seit langem ist diese Grünfläche als solche kaum wahrnehmbar, der verwahrloste Linné-Mayer-Ehrenplatz, unbefestigte Wege und ungepflegte Grünstreifen bieten einen traurigen Anblick. Die knapp 20.000 m² große Fläche verdient dringend einer Aufwertung.

Wir wollen uns mit diesem traurigen Zustand nicht abfinden. Deshalb entwickeln wir derzeit mit vielen Nachbarn gemeinsam das Konzept „Kunst & Gemüse“, das uns, allen Nachbarn, Anwohnern und Interessierten ermöglicht, diese Grünfläche wieder zu nutzen.

Der Konzeptname „Kunst & Gemüse“ widerspiegelt bisherige Wünsche und Vorstellungen für die künftige Gestaltung und Nutzung dieser Wiese: eine Kombination aus künstlerischem Schaffen sowie dem Wachsen und Gedeihen von Blumen, Gemüse und Essbarem.

Konkrete Vorstellungen für die Umsetzung dieser Idee auf der Werneuchener Wiese sind vor allem

  • das gemeinschaftliche und/oder individuelle Gärtnern im community garden – ergänzt um eine Streuobstwiese
  • nichtkommerzielle Angebote für Street- und Volleyball
  • Veranstaltung künstlerischer und handwerklich kreativer Workshops und Betätigungen sowie Begegnungs- und Austauschmöglichkeiten
  • die Schaffung von Möglichkeiten, sich zu entspannen, einfach nichts zu tun: auf selbst gebauten Bänken, in gemütlichen Nischen oder auf einer offenen Liegewiese.

Im Folgenden werden die Grundideen dieses Konzepts kurz präzisiert.

Gemeinschaftliches Gärtnern

Das gemeinschaftliche Gärtnern ist das Herzstück unseres Konzeptes. In selbst gestalteten Hochbeeten und Gemeinschaftsbeeten können die Nutzer Pflanzen unterschiedlichster Art ziehen, mit Nachbarn und Besuchern in Kontakt kommen und ihre Freizeit in einer selbst mitgestalteten grünen Oase Berlins verbringen. Parallel werden Workshops zum ökologisch-urbanen Landbau sowie Unterstützung beim Gärtnern angeboten.

In Kooperation mit Kitas und Schulen kann Wissen über die nachhaltige Produktion von Lebensmitteln gefördert werden. Ein Teil der Werneuchener Wiese könnte als Schulgarten dienen. Ein neu anzulegender Lehr- und Erlebnispfad könnte über einheimische Pflanzen und solche anderer Kontinente sowie über die Wechselwirkung von Pflanzen- und Tierwelt informieren.

Mittelfristig sind für den Gemeinschaftsgarten bis zu 80 Beete mit einer Fläche von jeweils 1-10 m² vorgesehen. Als Teil des Projektes „Essbarer Bezirk” könnte hier ferner eine Streuobstwiese entstehen.

Freizeit – Kultur und Sport

Auf dem Gelände gäbe es außerdem genug Platz für weitere nichtkommerzielle sportliche und andere Freizeitangebote. Als wohnverträgliche Angebote sind Street- und Volleyball, TaiChi, Yoga und Seniorensport denkbar. Ein kleines Café soll Anwohnertreffpunkt und Ort für Literatur- und andere kulturelle Veranstaltungen, Ausstellungen u.v.a. sein.

Aufwertung der Wegeverbindungen

Wir unterstützen die Wünsche von Anwohner/innen des Bötzowviertels zur Verbesserung der Wegeverbindungen von der Pasteurstraße durch die Werneuchener Wiese zum Volkspark Friedrichshain.

Zwischen den zwei Baumreihen auf der Werneuchener Wiese an der Kniprodestraße sollte anstelle des oft matschigen Fußpfades ein befestigter, eingefasster Weg angelegt werden – auch, um die Bäume zu schonen und Regenwasser-Versickerung zu ermöglichen. Fehlende Bäume sollten nachgepflanzt werden.

Wir setzen uns dafür ein, dass sich das Bezirksamt die Umsetzung dieser Vorstellungen zu eigen macht.

Denkmal für Linné und Mayer

An der Virchowstraße gegenüber dem Denkmal des polnischen Soldaten und deutschen Antifaschisten waren von Berliner Staudengärtnern zwei Eichen für die herausragenden Berliner Landschaftsgärtner Peter Josef Lenné und Gustav Meyer gepflanzt worden, „zu ehrendem Gedenken“, wie es auf einer der erläuternden Tafeln heißt.

Die herausragenden Leistungen dieser beiden Männer für das öffentliche Grün in Berlin und seine ästhetische und funktionale Aufenthaltsqualität für die Bürger/innen der Stadt steht in starkem Gegensatz zur armseligen Gestaltung dieses Areals. Durch Graffiti und gärtnerische Verwahrlosung wirkt dies noch krasser.

Wir wollen uns dafür engagieren, dass der Bezirk dafür Sorge trägt, dieses Denkmal fürderhin angemessen zu pflegen.

Wie beurteilen Sie unsere Vorhaben und Wünsche?

Wir möchten Sie bitten, uns Ihre Meinung zu dem Konzept für das Konzept „Kunst und Gemüse“ zu sagen. Kreuzen Sie bitte dazu an, wie Sie die einzelnen Elemente des Konzeptes einschätzen. Sie können Ihr Urteil zwischen 1=sehr gut bis 6=sehr schlecht treffen sowie Ihre Meinung oder Ihre Idee notieren https://www.surveymonkey.de/r/TC5S3NS

Unter www.kunstgemuese.wordpress.com können Sie auch unter Feedback Ihre Meinung zu dem Vorhaben und einzelnen Bereichen ausführlicher darstellen.

Hier können Sie unser Konzept herunterladen und ausdrucken:

WerneuchnerWiese.pdf